Kulturprogramm 2026

Oberschwabentag am 20. Juni 2026 in Meersburg

Am 20. Juni 2026 lädt die Gesellschaft Oberschwaben ihre Mitglieder zum jährlichen Oberschwabentag in das vineum bodensee nach Meersburg ein. Die Mitglieder erwartet ein vielfältiges Programm: Der Vormittag beginnt mit zwei Fachvorträgen: Gregor Öhlrich, Leiter des Stadtarchivs von Tuttlingen, gibt Einblicke in das Heilig-Geist-Spital und seine wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt im ausgehenden Mittelalter und Harald Derschka von der Universität Konstanz berichtet vom grenzüberschreitenden Publikationsprojekt der Bodenseegeschichte. Die Fachvorträge am Vormittag sind wie immer verknüpft mit frei wählbaren, spannenden Führungen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten rund um den Tagungsort Meersburg. Die Anmeldung ist ab sofort hier möglich. 

Foto: Martin Maier

Besuch in der Kreisgalerie Meßkirch am 10. September 2026

Am 10. September 2026 führt die Leiterin der Kreisgalerie Meßkirch, Vera Hollfelder, durch die Ausstellung „SAXA EINBILDUNG Intelligente Kunst. Ohne Künstliche Intelligenz". SAXA liebt Worte. Er fragt, er sucht, er dringt ein in die Tiefen des Menschseins und findet Schätze. Sätze. Worte. Dabei revolutioniert er das klassische Porträt durch die Verwendung gleich zweier klassischer künstlerischer Darstellungsformen – der Literatur und der Bildende Kunst. Seine Porträts sind deshalb Doppelporträts ein und derselben Person – in Wort und Bild. Seine Werke leben von den Worten für die oder von den dargestellten, im wahrsten Sinne des Wortes beschriebenen Personen. SAXAs Arbeiten sind regelmäßig in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen und nun auch im Landkreis Sigmaringen. Anmeldungen sind unter [email protected] möglich. 

Foto: Monika Nonnenbacher 

Exkursion "Natur und Kultur im Oberland" vom 19.-20. September 2026

Die zweitätige Busexkursion unter dem Motto Riede - Keller - Glasmacher ist eine Kooperation des Alemannischen Instituts (Prof. Dr. Werner Konold, Freiburg) und der Gesellschaft Oberschwaben (Prof. Dr. Andreas Schwab, Weingarten). Startpunkt ist Mengen. Erste Station am Samstag ist eine Führung durch das Pfrunger-Burgweiler Ried mit Margit Ackermann. Nach der Besichtigung des Rotach-Kanals wird ein gemeinsames Mittagessen eingenommen. Daraufhin geht es über den Höchsten zur Blitzenreuter Seenplatte und die Molassekeller bei Weiler nach Bad Waldsee, wo eine Stadtführung geboten wird und die Übernachtung geplant ist. Am Sonntag geht es über Haidgau nach Bad Wurzach und ins Wurzacher Ried. Ein Gang durchs Torfmuseum und eine Fahrt mit dem Torfbähnle zum Haidgauer Torfwerk stehen auf dem Programm (inkl. Führung mit Horst Weisser). In Urlau wird gemeinsam Mittag gegessen. Abschluss findet die Exkursion mit dem Blick auf die Dämme der Eschach und die Fahrt ins Glasmacherdorf Schmidsfelden mit einer Führung durch Georg Zimmer. Es erscheint ein separates Programm mit den genauen Konditionen. 

Foto: Prof. Dr. Werner Konold 

Tagung "Habsburg von Arl und Fern" vom 23.-25. September 2026

 

Wir laden herzlich zu einer internationalen Tagung ein, die sich mit der territorialen Integration der habsburgischen Vorlande (Vorderösterreich) beschäftigt. Zeitlich und regional differenziert werden Strukturen und Prozesse auf ihre einigende Wirkung hin untersucht: von der dynastisch-personalen Verklammerung über Verwaltungs-  und Wirtschaftsstrukturen bis hin zu kirchlich-kulturellen Verflechtungen. Ein ergänzender Blick auf Kriege und Krisen zeigt die Vorlande im „Stresstest“. So werden anhand eines zeitlichen Längsschnittes vom späten Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Phasen des Zusammenwachsens, des stabilen Zusammenhalts und auch der Desintegration in diesem ausgedehnten, komplexen  Herrschaftsraum zwischen Alpen und Neckar, zwischen Vogesen und Lech sichtbar.

 

Veranstaltungsort: Bauernschule Bad Waldsee
Verbindliche Anmeldung bis 6. September über folgenden Link 

 

 

Buchvorstellung im Kloster Sießen am 7. Oktober 2026

Im Fokus dieser Präsentation des neuen Doppelbandes zu den Klosterchroniken Sießen und Ennetach in der Reihe Documenta Suevica steht die Vorstellung der Sießener Chronik. Sie wurde 1696 begonnen und bis 1828, sowie rückblickend bis zur Gründung im 13. Jahrhundert, von wechselnden Beichtvätern geführt. Schwerpunkt sind die vielfältigen Beziehungen und Konflikte des Klosters mit den Orts- und Schirmherren, den Lehensbauern und den dörflichen Nachbarn. Neben klösterlichen Ereignissen spielen die politischen Ereignisse und die Einflussnahme der Schutzherren, der Grafen von Waldburg und der Fürsten von Thurn und Taxis, auf das Kloster eine große Rolle, ebenso die vielen Kriege mit teils gravierenden Folgen für das Kloster. Die Bearbeiter und Bearbeiterinnen der Edition werden Passagen aus der Chronik vortragen und somit spannende Einblicke in die Lebenswelt oberschwäbischer Frauenklöster im Zeitalter des Barock geben. 

Keine Anmeldung erforderlich; Eintritt kostenlos

Foto: Kloster Sießen, Fotoarchiv 

Besuch im Museum Biberach am 8. Oktober 2026

Am 8. Oktober 2026 führt der Leiter des Museums Biberach, Frank Brunecker, die Mitglieder der Gesellschaft Oberschwaben durch die Ausstellung "Der unbekannte Meister". In Zusammenarbeit mit der Restauratorin und Expertin für spätgotische Kirchenkunst, Evamaria Popp aus Blaustein, zeigt das Museum Biberach eine umfassende Werkschau des „Meisters der Biberacher Sippe“. Seit mehr als einem Jahrzehnt fahndet Evamaria Popp wie eine „Kunstdetektivin“ nach dem in alle Winde verstreuten Werk dieses bislang weitgehend unbekannten Künstlers. Die Ausstellung zeigt etwa zwei Dutzend spätgotische Skulpturen und Reliefs sowie eine Inszenierung der Reichsstadt Biberach mitsamt Künstlerwerkstatt vor 500 Jahren. Die Ausstellung will das im Zunftwesen eingebundene Kunsthandwerk charakterisieren und die damaligen Lebensbedingungen nachvollziehbar machen. Das Ziel der Ausstellung ist es, den Blick der Besucherinnen und Besucher für diese Menschenbilder zu öffnen, für das immerwährend Humane, das Leiden und Hoffen, dass uns alle betrifft. Anmeldungen sind möglich unter [email protected] oder 07351 51331.

Foto: Dominikanermuseum Rottweil

Besuch in Schloss Achberg am 9. Oktober 2026

Am 9. Oktober 2026 führen der Geschäftsführer und Kulturamtsleiter Dr. Maximilian Eiden und die Kuratorin Marie-Theres Pecher durch die Ausstellung „Karl Hofer. Zwischen Schönheit und Wahrheit“ in Schloss Achberg. Karl Hofer (1878–1955) zählt zu den eigenständigsten Malern der deutschen Moderne. Zwischen Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus entwickelte er eine unverwechselbare Bildsprache. Die Ausstellung zeigt über 60 Gemälde, die die wichtigsten Themen, die ästhetische Kraft und das ihr zugrunde liegende Menschenbild in Hofers Malerei anhand von Beispielen aus allen Schaffensphasen präsentieren. Die Ausstellung ist eine Kooperation von Schloss Achberg mit der Sammlung Arthouse, dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen und der Kunsthalle Rostock. Anmeldungen möglich unter [email protected] oder 0751 859510. 

Foto: Anja Köhler

Mitgliederversammlung am 17. Oktober 2026 in Bad Saulgau

Die Mitgliederversammlung der Gesellschaft Oberschwaben führt uns in diesem Jahr in einen Hotspot des Kulturlebens in Oberschwaben: Bad Saulgau. Die Veranstaltung findet im überdachten Lichthof im Kulturzentrum „Altes Kloster“ statt, einem der zentralen Treffpunkte für Kunst, Kultur und Bildung. Nach der offiziellen Mitgliederversammlung werden spannende Vorträge geboten. Auch eine Führung durch die aktuelle Ausstellung in der Galerie Fähre steht auf dem Programm. Auf diesen Tag dürfen die Mitglieder gespannt sein. Die herzliche Einladung wird allen Mitgliedern im Spätsommer zugehen. 

Foto: Mende

Buchvorstellung im Forum für Regionalität am 25. November 2026

 

"Bilder Oberschwabens. Gestaltung und Wahrnehmung von Herrschaftsräumen in Karten und Texten des 17. und 18. Jahrhunderts"
von Monja Dotzauer im Forum für Regionalität

 

Das Buch beleuchtet die Darstellung und Wahrnehmung von Macht und Herrschaft in Oberschwaben im 17. und 18. Jahrhundert und untersucht, wie Herrschaftsräume in handgezeichneten Karten, Landesbeschreibungen und Reiseberichten visualisiert und beschrieben wurden. Dabei wird gezeigt, wie Karten als Medium zur Konstruktion von Machtverhältnissen dienten und wie zeitgenössische Berichte diese Strukturen widerspiegelten. Kunst, Wissenschaft und die Wahrnehmung der Natur prägten die Gestaltung dieser Räume maßgeblich. 

 

Pädagogische Hochschule Weingarten, Kirchplatz 2, 88250 Weingarten
Schlossbau, Festsaal (1. OG)

Anmeldung: nicht erforderlich; Eintritt kostenlos

Buchvorstellung im Bürgerhaus Ennetach am 29. November 2026

Im Fokus dieser Präsentation des neuen Doppelbandes der Documenta Suevica steht die Vorstellung der Ennetacher Chronik. Sie wurde im 17. und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geführt und ist eines der interessantesten Zeugnisse des Ordenslebens der Barockzeit in Oberschwaben. Sie gibt ebenso Einblick in ländliche Sozialstrukturen und die agrarisch geprägte Lebenswelt eines kleinen, landsässigen Klosters wie in die Denk- und Verhaltensweisen der Klosterfrauen und die Binnenverhältnisse eines krisengeschüttelten Konvents. Besondere Relevanz erhält die Chronik durch die detaillierte Schilderung des spektakulären, in der oberschwäbischen Klosterwelt einmaligen Konkursverfahrens, das 1734 gegen das Kloster eingeleitet wurde und das landesweit großes Aufsehen erregte. Die Bearbeiter und Bearbeiterinnen der Edition werden Passagen aus der Chronik vortragen und somit spannende Einblicke in die Lebenswelt oberschwäbischer Frauenklöster im Zeitalter des Barock geben. 

Anmeldung: nicht erforderlich; Eintritt kostenlos

Foto: Reiner Löbe

Besuch im Museum Humpis-Quartier am 20. Februar 2027

 

Ein Museum in Transformation: Führung durch den ersten Teil der neuen Dauerausstellunug "Ravensburg 1848 - 1949" mit der Museumsleiterin Sabine Mücke

 

Im Mittelpunkt des neuen Teilbereichs der Dauerausstellung steht die Zeit der Revolution 1848 bis zur Gründung der Bundesrepublik 1949. Die neue Ausstellung wird die Entwicklung Ravensburgs in diesem Zeitraum beleuchten. Diese ist gekennzeichnet von Fortschritten in Demokratie, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe, aber auch von Rückschritten bis hin zum völligen Bruch durch die nationalsozialistische Diktatur. Bisher noch nicht gezeigte Exponate aus der städtischen Sammlung ergänzen die neue Ausstellung.

 

Anmeldung (erforderlich): Telefonisch unter 0751 822644 oder per E-Mail and [email protected];  Eintritt: 6 EUR

Foto: Museum Humpis Quartier


Rückblick auf das Gedenkjahr "500 Jahre Bauernkrieg"

Weitere Jahreshöhepunkte finden Sie in unserer Chronik.

 


Neuerscheinungen

Der Rittersturm 1803/1804. Das reichsritterschaftliche Kommunikationszentrum in Ehingen (Donau) in der Krise

 

 Die Reichsritterschaft geriet im frühen 19. Jahrhundert in eine existenzbedrohende Gefahr. Verschiedene mächtige Reichsfürsten eigneten sich im sogenannten Rittersturm 1803/04 reichsritterschaftliche Rechte widerrechtlich an und okkupierten manchen Ritterort sogar mit Militärgewalt. Im Zentrum der Studie steht die Frage danach, wie die ca. 350-400 meist niederadligen Familien der Reichsritterschaft miteinander kommunizierten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen und den Kaiser zur Rettung ihrer Korporation zu bewegen. Deutlich wird dabei auch, wie sich die akute Krisensituation auf die traditionell dezentralen Korporations- und Kommunikationsstrukturen auswirkte.

 

Regina Fürsich studierte Geschichte und Englisch an der Universität Stuttgart und am University College Dublin und wurde mit der vorliegenden Arbeit in Stuttgart promoviert. Derzeit ist sie Archivreferendarin im Landesarchiv Baden-Württemberg.

 

ca. 500 Seiten, gebunden,

Reihe: Oberschwaben. Forschungen zu Landschaft, Geschichte und Kultur | Band 10

ISBN 978-3-17-046064-5

Preis: 34 Euro

 

Im Schatten der Klöster. Einsiedeleien, Klausen und Drittordensgemeinschaften in der spätmittelalterlichen Bodenseeregion. 

 

Im Schatten der traditionsreichen Benediktinerabteien waren im Bodenseegebiet im Spätmittelalter zahlreiche geistliche Institutionen entstanden, die andere, teilweise auch neue Formen der vita monastica hervorbrachten. Einsiedler ließen sich alleine oder in kleinen Gruppen in den Wäldern rund um den See nieder, während Frauen als Orte der Weltabkehr gewöhnlich Reklusorien, kleine Häuschen in Kirchennähe, wählten. Adel wie Städter sprachen den Gebeten dieser Männer und Frauen, die die Einsamkeit suchten, besondere Wirkmacht zu. Nur für die Gemeinschaften, die sich später zu Klöstern entwickelten, fließen die Quellen reichlich in Gestalt von Totenbüchern, Rechnungsheften, Liturgica oder Andachtsliteratur. Viele kleinere Gemeinschaften haben demgegenüber keine Schriftzeugnisse hinterlassen oder nur einzelne Urkunden; dafür prägte sich ihre Existenz vielerorts in das topografische Gedächtnis der Gegend ein, und es deuten bis heute Flurnamen darauf hin, dass sich an dieser oder jener Stelle ehedem eine Klause oder ein Waldklösterchen befunden hat oder befunden haben könnte. Von diesen vielfältigen Formen religiöser Weltabkehr, die sich im Verlauf des 15. Jahrhunderts zusehends verweiblichten, handelt dieses Buch.

 

 

144 Seiten, gebunden, mit 42 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen

Reihe: Oberschwaben. Forschungen zu Landschaft, Geschichte und Kultur | Band 16

ISBN 978-3-95505-603-2

Preis: 20 Euro

 

Eine Buchvorstellung fand am 19. Mai 2026 in der Domschule beim Münster in Konstanz statt. Außerdem wird Prof. Dr. Signori beim Oberschwabentag am 20. Juni in Meersburg zur Publikation referieren.

 

Bilder Oberschwabens. Gestaltung und Wahrnehmung von Herrschaftsräumen in Karten und Texten des 17. und 18. Jahrhunderts

 

Das Buch beleuchtet die Darstellung und Wahrnehmung von Macht und Herrschaft in Oberschwaben im 17. und 18. Jahrhundert und untersucht, wie Herrschaftsräume in handgezeichneten Karten, Landesbeschreibungen und Reiseberichten visualisiert und beschrieben wurden. Dabei wird gezeigt, wie Karten als Medium zur Konstruktion von Machtverhältnissen dienten und wie zeitgenössische Berichte diese Strukturen widerspiegelten. Kunst, Wissenschaft und die Wahrnehmung der Natur prägten die Gestaltung dieser Räume maßgeblich. Oberschwaben, eine Region territorialer Vielfalt, bietet Einblicke in die Geschichte der Kartographie und der Selbstinszenierung der Herrschaft aus der Perspektive der historischen Raumforschung.

 

Monja Dotzauer studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Tübingen, war Mitarbeiterin am Kartographieprojekt "Oberschwaben im Kartenbild" der Abteilung Landesgeschichte des Historischen Instituts der Universität Stuttgart und wurde mit der vorliegenden Arbeit an der Universität Stuttgart promoviert. Sie war Promotionsstipendiatin der Gesellschaft Oberschwaben e.V.. 

 

275 Seiten, gebunden, mit 62 Abbildungen, 245mm x 177mm x 25mm

Reihe: Oberschwaben. Forschungen zu Landschaft, Geschichte und Kultur | Band 8

ISBN 978-3-17-046060-7

Preis: 34 Euro

 

Eine Buchvorstellung findet am 25. November 2026 um 18 Uhr im Forum für Regionalität der PH Weingarten statt.

Kontakt

Geschäftsstelle Gesellschaft Oberschwaben

Kulturhäuser Landkreis Ravensburg Kreishaus II

Gartenstraße 107

88212 Ravensburg

 

E-Mail:  [email protected]